Knappschaft des Lugau-Oelsnitzer Steinkohlenreviers e.V. 1990 - Macht Kohle - 2018
Knappschaft des
Lugau-Oelsnitzer Steinkohlenreviers e.V.

Die Reviere der Kohlenstraße

Mit dem Begriff der Kohlenstraße möchten die Initiatoren jene alten Verbindungen als Ausgangs- und Verknüpfungspunkt wählen, die den Steinkohlenbergbau ganz im besten Wortsinne „auf den Weg“ brachten. Zugleich besitzt die Route damit gegenüber vielen anderen Themenstraßen eine historisch einwandfreie Grundlage, die im Verlauf der neu zu bestimmenden Strecke an drei längeren Abschnitten zweifelsfrei nachzuweisen ist: zunächst als Verbindung des Zwickauer Revieres (in der Weiterführung über die Region Lugau-Oelsnitz) mit Chemnitz. Dabei zog sich Die Kohlenstraße aus Richtung Schedewitz über die Steinkohlenschächte in Oberhohndorf nach Vielau sowie Reinsdorf und nach Einmündung im Gleichlauf mit der Hohen Straße über Wildenfels bis an die Lichtenstein-Zwönitzer Straße zwischen Zollhaus Zschocken und Promnitzer in Oelsnitz/Erzgeb.
Ein weiterer Streckenabschnitt mit dieser Bezeichnung läßt sich in der Ortslage Oelsnitz hinter der evangelischen Kirche nachweisen. Auch im Hainichen-Berthelsdorfer Steinkohlengebiet ist eine Kohlenstraße als alte Wegebezeichnung und damit als zweiter, verbürgter Verlauf vorhanden.
Der dritte eigentliche Abschnitt einer namentlichen, historischen Kohlenstraße befindet sich im Döhlener Becken zwischen Hänichen und Dresden. Der Straßenverlauf zieht sich von Hänichen aus in westlicher Richtung nach dem Plateau des Windberges und weiter nach Norden, um über Neuburgk, Gittersee und Coschütz die Dresdener Innenstadt zu erreichen. Mit diesen historischen Straßenverläufen müssen zugleich die jeweiligen Eckpunkte der Kohlenstraße gesetzt werden: Zwickau und Dresden. Damit sind wir bereits bei der topographischen Verortung angelangt, die folgende Gebiete und Städte aneinanderreihen wird: